Das osteopathische Prinzip (erstellt von Dr.A.T.Still)
1. Abhängigkeit von Struktur und Funktion
Im Körper herrscht eine Wechselwirkung zwischen Struktur (Anatomie)
und Funktion (Physiologie).
Das bedeutet :
Liegt eine Schädigung oder Einschränkung der Struktur vor,
so ist auch die Funktion eingeschränkt, dies hat wiederum negativen Einfluss auf die Struktur.
2. Arterielle Regel
Nur wenn alle Bereiche im Körper, also Gelenke, Bänder, Muskeln,
etc.ausreichend mit Flüssigkeit (Blut, Lymphe, Liquor) versorgt sind,
kann die einwandfreie Funktion erhalten bleiben.
Kommt es zu Zirkulationsstörungen sind diese Bereiche anfällig für sekundäre Schäden wie z.B.Infektionen, Entzündungen.
3. Der Körper als Einheit
Alle Systeme
(Parietal : Wirbelsäule und Extremitäten, Viszeral : Organe,
Kraniosakral : Hirnhäute, Schädel und Becken in ihrer Verbindung)
bilden eine pysiologische Einheit.
So können Beschwerden an den Extremitäten Störungen an der Wirbelsäule hervorrufen.
Gleichfalls besteht auch die Möglichkeit, das Blockaden der Wirbelsäule, eingeschränkte Organfunktionen nach sich ziehen und umgekehrt.
4. Selbstregulationsfähigkeit des Körpers
Besitzt der Körper eine gesunde Struktur und normalen Kreislauf
wird eine Krankheit nicht zum tragen kommen.
Tritt gelegentlich eine Störung auf, so kann er diese adaptieren.
Ist der Körper überfordert beginnt er zu dekompensieren.
Der Osteotherapeut sollte spätestens hier ansetzen.
Durch die Lösung der Blockaden gibt der Osteotherapeut den Impuls um das persönliche Gleichgewicht wiederherzustellen.
Durch Lösung der Blockade kommt es zur vermehrten Durchblutung des Gebietes,
Schlackstoffe können bessser abtransportiert
und die Versorgung des betroffenen Gebietes wird gesteigert.
Desweiteren werden motorische Reflexkreise unterbrochen die einen Muskelhartspann provozieren.
Jetzt ist es dem Gewebe möglich sich zu regenerieren.
Dies erklärt auch warum das Pferd mindestens 48 Std. nicht gearbeitet werden, sondern freie Bewegung haben soll.